Das Zentrum - Planung und Bau

Das Klinikum am Weissenhof, Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, erstellte zusammen mit der Psychiatrie Schwäbisch Hall gGmbH den Klinikneubau in der Ringstraße in Schwäbisch Hall. Auf dem Areal hinter dem Bahnhof wurde ein neues Baugebiet erschlossen.

Das Fachkrankenhaus schaffte dort einen neuen Standort mit vollstationären Betten für Allgemeine Psychiatrie und Plätzen in Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Allgemeinpsychiatrie und Suchttherapie sowie Psychiatrischen Institutsambulanzen.

Die Planung des Gebäudes wurde auf der Grundlage eines Wettbewerbsentwurfes von den Architekten Broghammer Jana Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil in enger Abstimmung mit dem Klinikum und den nutzenden Kliniken erstellt. Das Gebäude besteht aus Unter-, Erd- und drei Obergeschossen und ist durch die Terrassierung spannungsvoll gegliedert. Durch den Grundriss einer liegenden Acht sind alle Räume und Flure tageslichthell und bieten einen Ausblick ins Freie, entweder in die Natur oder mit Blick zur Stadt.

Die Inbetriebnahme des Klinikneubaus war im Juli 2015, der Spatenstich erfolgte am 16. Oktober 2013, das Richtfest am 3. Juni 2014; die offizielle Einweihungsfeier fand am 25. Juni 2015 statt. Die geplanten Gesamtkosten lagen bei ca. 17 Mio. Euro, davon gingen rund 1 Mio. Euro in die Einrichtung und Ausstattung des Krankenhauses.

Kunstkonzept im ZfPG - Graffitiwand

An der Außenmauer des Zentrums für Psychische Gesundheit in Schwäbisch Hall gestaltete der Mulfinger Künstler Nautcore alias Gerd Metzler ein Graffitiobjekt. Die Arbeit im Auftrag der Geschäftsführung des Zentrums für Psychische Gesundheit Schwäbisch Hall hatte bereits in der dreimonatigen Umsetzungsphase vor Ort für große Aufmerksamkeit und Interesse bei Patienten, Mitarbeitern, Passanten und Anwohnern gesorgt: in ca. 480 Arbeitsstunden wurden ca. 200 m² unter dem Einsatz von 300 verschiedenen Farben gestaltet.

Das Bild solle glückliche Momentaufnahmen der Vergangenheit und Gegenwart darstellen und somit nicht nur den Patienten der Einrichtung helfen, sondern auch eine Brücke zwischen diesen und der Öffentlichkeit schlagen, so der Künstler. 

Die Mauerwand als Außengrenze der Klinik an dieser Stelle des Grundstücks, soll folgende Gedanken enthalten:  Das Zentrum selbst soll sich nach außen präsentieren. Dadurch mögen sich Angestellte, die Arbeit der Klinik und auch die Patienten, positiv wiederfinden; aber auch den Besuchern und Außenstehenden einen Einblick verschaffen. Der Künstler kam deshalb auf den Satz: "Wenn diese Wände sprechen könnten."

Bekanntlich sagen Bilder mehr als tausend Worte. Der Bruch in der Wand symbolisiert einen "Einblick" für die Öffentlichkeit und gleichermaßen einen Ausbruch, bzw. Aufbruch aus Mustern, Strukturen und hinderlichen Vorurteilen, die vor allem im Umgang mit dem Thema Psychiatrie herrschen. Diese Darstellung verschafft dem gesamten Gemälde einen optisch räumlichen Charakter und eine verstärkte Tiefenwirkung. Um diese Wand gestalterisch an das gesamte Gebäude anzupassen, wurde die Struktur der Außenfassade des Klinikgebäudes (Klinkersteine) malerisch auf die Wand übertragen. Dieses Stilelement stellt den Rahmen für das eigentliche Bild dar, sowohl inhaltlich als auch äußerlich, um die Mauer optisch an das gesamte Gebäude anzugleichen.

Innerhalb dieses Rahmens werden Szenen und Themen in Kugeln dargestellt, die sowohl dem Außenstehenden ein positives Image über die Arbeit in der Klinik, als auch den Patienten und den Angestellten ein positives Gefühl vermitteln sollen.

„Ich möchte "sinnbildlich" positive Szenen, Momente, Gefühle, Situationen, Erfahrungen, Lösungen usw. darstellen, die im Zusammenhang mit der erfolgreichen Arbeit in der Klinik stehen; Darstellungen von Geschichten aus dem Alltag der Klinik; schöne, beruhigende, hoffnungsvolle, freudige, kraftspendende, mutmachende, haltgebende Momente,“ so Gerd Metzler. Bewusst hat der Künstler Motive mit positiven Assoziationsmöglichkeiten gewählt.

Die Botschaft des Graffitigemäldes soll alle Betrachtenden ansprechen. Jeder ist dazu eingeladen, sich von der positiven Wirkung inspirieren zu lassen.  

Weitere Infos zum Künstler: www.nautcore.net

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