26.07.2016

MdL Jutta Niemann im Gespräch mit Freiwilligen

von links nach rechts: Petra Hellstern, LAK FSJ; MdL Jutta Niemann; Joannis Petsos, Stationsleitung; Berta Wolf, FSJ; Rüdiger Knorr, Pflegedienstleitung; Roland Kuttner, Personaldirektor; Lilli Hammer FSJ; Dr. Matthias C. Michel, Ärztlicher Direktor; Sandra Hornung, Personalabteilung; Andreas Breitmayer, Kaufmännischer Direktor

Am 01.07.2016 hat sich MdL Jutta Niemann im Zentrum für Psychische Gesundheit in Schwäbisch Hall zum Gespräch mit jungen Freiwilligen, der Einrichtungsleitung und der Vertretung des Landesarbeitskreises Freiwilliges Soziales (LAK FSJ) Jahr getroffen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den jungen Freiwilligen standen deren Erfahrungen im FSJ, ihre Motivation für das Engagement und ihre Perspektiven für die Zukunft.

„Ich möchte Psychologin werden und wollte vor dem Studium die Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen kennen lernen sagt Berta Wolf, 18 Jahre alt, die seit letzten Oktober im Zentrum für Psychische Gesundheit in Schwäbisch Hall tätig ist. In den begleitenden 25 Bildungstagen sehen die Freiwilligen eine wichtige Bereicherung: „Während den Seminaren kann ich mich mit anderen Freiwilligen austauschen, Hintergrundinformationen zu Erkrankungen bekommen und z. B. im Gespräch mit Flüchtlingen aktuelle Themen bearbeiten.

 „Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement die Freiwilligen sich einsetzen, Verantwortung übernehmen und wie gut sie angeleitet werden“ sagt MdL Jutta Niemann.

Roland Kuttner, Personaldirektor des Zentrums für Psychische Gesundheit betont, dass die jungen Menschen im FSJ für die Einrichtung nicht mehr wegzudenken sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch die jungen Menschen unterstützt und entlastet.

„Wir gewinnen durch das FSJ zukünftige Fachkräfte. Nicht selten entscheiden sich junge Menschen nach dem freiwilligen Jahr für einen sozialen oder pflegenden Beruf“ berichtet der Pflegedienstleiter Rüdiger Knorr.

„Egal ob es um die Inklusion von Menschen mit Behinderung, die frühe Bildung in Kindertagesstätten oder die Betreuung der Geflüchteten geht – es gibt viele Orte in Baden-Württemberg, wo sich Freiwillige im FSJ engagieren. Es gibt den Bedarf in den Einrichtungen und es gibt eine zunehmende Zahl junger Menschen, die sich engagieren wollen“ berichtet Petra Hellstern Vertreterin des LAK FSJ in Baden-Württemberg.

Im Zeitraum von 2005 bis 2015 ist die Zahl der Freiwilligen im FSJ von 5.000 auf über 12.800 junge Menschen pro Jahr gewachsen. Dazu beigetragen hat auch die Förderung des Landes Baden-Württemberg, das anfänglich jeden jungen Menschen mit 500 € pro Monat unterstützt hat, nun aber nur noch rund 220 € pro Monat beiträgt. Das Geld wird vor allem für die politische und soziale Bildung der jungen Menschen benötigt.

„Die FSJ-Träger im Lande sorgen dafür, dass die jungen Freiwilligen durch das Jahr hindurch kompetent begleitet werden. So haben die Freiwilligen beim Wohlfahrtswerk bei Fragen oder Problemen eine feste Ansprechperson. Die Freiwilligen sind uns wichtig, daher legen wir auch großen Wert auf eine hohe Qualität bei der Durchführung der Seminare“ erläuterte Petra Hellstern LAK-Vertreterin und Leiterin des Regionalbüros Heilbronn des Wohlfahrtswerks.

 „Das freiwillige Engagement ist ein wichtiges Thema der Landespolitik. Ich werde die Eindrücke und Anliegen von heute in meine Fraktion mitnehmen“ sicherte MdL Jutta Niemann zum Abschluss ihres Besuches zu.

„Ich finde es cool, dass sich Politiker für unser Engagement interessieren“ meinte Lilli Hammer zur Verabschiedung. „Und ich hoffe, dass es auch nach uns noch ganz viele Freiwillige hier im Zentrum für Psychische Gesundheit und überall gibt.“

Hintergrundinformationen:

Das Klinikum am Weissenhof, Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, betreibt zusammen mit der Psychiatrie Schwäbisch Hall gGmbH das Zentrum für Psychische Gesundheit Schwäbisch Hall. Am Standort Schwäbisch Hall werden 25 vollstationäre Betten für Allgemeine Psychiatrie und 72 Plätze in Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Allgemein- und Suchttherapie sowie Psychiatrische Institutsambulanzen betrieben.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein bundesweiter sozialer Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sind im Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) geregelt. Das Land Baden-Württemberg fördert die pädagogische Begleitung der Freiwilligen

Der Landesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr Baden-Württemberg (LAK FSJ) ist der Zusammenschluss von 38 Trägern des FSJ in Baden-Württemberg. Der LAK FSJ vertritt die Interessen der Freiwilligen, der Einsatzstellen und der Träger des FSJ. Der Arbeitskreis setzt sich ein für optimale pädagogische, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für das FSJ.

Das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg ist mit über 1.250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer der größten Träger des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) im Land und gleichzeitig Träger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Die Stiftung des bürgerlichen Rechts betreibt außerdem an 19 Standorten Pflegeheime und Seniorenwohnanlagen. Dazu kommen ambulante Dienste, mobile Essensdienste sowie ein eigenes Bildungszentrum.